Im Hinblick auf die jüngsten Medienberichte möchten wir folgende Stellungnahme abgeben:

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  • Wir leben seit über 10 Jahren im Nördlinger Ries. Unsere Nachbarn und Freunde im Ries –sowie Vertreter der  staatlichen Behörden-  kennen uns und unsere Kinder persönlich und wissen, dass wir uns nicht hinter hohen Klostermauern abschotten. Wir sind eine offene und transparente Gemeinschaft, die keine Form von Kindesmisshandlung duldet. Unsere Kinder wachsen in einer liebevollen Umgebung auf und werden im Geist der Nächstenliebe erzogen.
     
  • In unseren Gemeinschaften leben Menschen unterschiedlicher  Herkunft, Hautfarbe und Nationalität brüderlich zusammen. Dem Vorwurf des Rassismus stellen wir folgende Bilder entgegen …

Die Erstklässler unserer Schule...

...die Wahrheit wird gerechtfertigt durch die Kinder

Gospelsingen bei unserem Hoffest in Klosterzimmern

 

Von den Herzen der
Familien in Klosterzimmern
an unsere Freunde und Nachbarn

„Carsten, was ist denn bei Euch in Klosterzimmern los? Was ist denn an den ganzen Artikeln in den Nachrichten wahr?“, fragten kürzlich einige seiner Kameraden bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Wahr ist, dass wir schon einen Tag nach Erscheinen des Focus-Artikels, der über angebliche „Kindesmisshandlungen“ und „rassistische Lehren“ bei uns im Unterricht berichtet, vom Schulamt, Jugendamt und vom Amtsarzt besucht wurden. Diese trafen unsere Kinder in guter körperlicher und seelischer Verfassung an.
„Nach Auskunft des Rieser Landrats Stefan Rößle wurden keine äußerlichen Verletzungen entdeckt. ‚Es wurden überhaupt keine Auffälligkeiten bei den Kindern gefunden, auch keine psychischen‘, so Rößle auf Anfrage unserer Zeitung.“

(Augsburger Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Zwoelf-Staemme-Gesundhei...)

Wahr ist, dass dieser klein gedruckte Artikel in den Nachrichtenmagazinen, der die Anschuldigungen und Verleumdungen nicht bestätigen konnte, leicht zu übersehen war.

Wahr ist, dass wir unsere Kinder zu Anstand und Respekt erziehen und ihnen Grenzen setzen. Sie lernen die Würde und die Ehre ihres Nächsten, ihre Eltern sowie alle Respektspersonen zu achten.

Wahr ist, dass wir uns nicht hinter hohen Klostermauern abschotten und uns Transparenz wichtig ist, damit das Zeugnis von Gottes Königreich sichtbar wird, so wie in Matthäus 24,14 geschrieben steht. Tausende von Besuchern unseres Hoffestes, unseres Erntefestes im Herbst sowie sonstiger kultureller Veranstaltungen, wie z.B. des wöchentlichen Tanzworkshops in Klosterzimmern, können unsere Offenheit belegen.
Wahr ist, dass diese Ehrlichkeit auch in unseren Geschäften durch unsere Steuerberater und das Finanzamt bestätigt werden kann. Wir zahlen alle unsere Steuern.
Im Matthäus 17,24-27 und Matthäus 22 geht’s ums Steuernzahlen.
Matthäus 22,17-21: „Darum sage uns, was meinst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich? Zeigt mir die Steuermünze! Da reichten sie ihm einen Denar. Und er spricht zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“
Das ist auch unsere Gesinnung.

Wahr ist, dass es unser Bestreben ist, ein Herz und eine Seele zu sein (Apostelgeschichte 2,44; 4,32-35) und dass wir Gütergemeinschaft pflegen (wie Eph.2,12). Wir unterstützen daher auch andere Gemeinschaften in Südamerika, die in Not sind; und das unabhängig von „Kultur und Rasse“.
Wahr ist, dass Verfolgung und Bedrängnis ein Teil unseres Lebens sind (2. Thessalonicher 1,3-6; 1. Timotheus 4,1-2) und wahr ist, dass ein neidisches und beleidigtes Herz schwerer zu gewinnen ist als eine befestigte Stadt. (Sprüche 18,19)

Und wahr ist, dass unsere Türen, Tore und Herzen nach wie vor jedem offen stehen, der ernsthaft nach der Wahrheit sucht.

Mit freundlichen Grüßen,
die Familien der Gemeinschaft in Klosterzimmern